Energie & FörderungMeldung
Netzentgelte 2027: Kleine Betriebe zahlen etwas weniger, größere mehr
Die vorläufigen Stromnetzentgelte für 2027 sinken für kleine Gewerbekunden im Schnitt leicht. Ein Betrieb mit 40.000 Kilowattstunden in Niederspannung zahlt laut einer Auswertung des Datenanbieters ene't 1,6 Prozent weniger. Betriebe in Mittelspannung zahlen 3,5 Prozent mehr, Gas wird ebenfalls teurer.
Von Carla Steinhauser, Redaktion Handwerksnation: Betriebe, Aufträge, Ausbildung, Nachfolge, Regeln, Köpfe des Handwerks

Die Stromnetzentgelte für 2027 sinken für kleine Gewerbekunden im Durchschnitt leicht, für Betriebe mit höherem Verbrauch steigen sie. Das zeigt eine Auswertung der vorläufigen Preisblätter, die der Datenanbieter ene't aus Hückelhoven am 8. Oktober veröffentlicht hat. Netzbetreiber müssen bis zum 15. Oktober erste Entgelte für das Folgejahr nennen; endgültig sind sie erst zum Jahresende.
Ein Gewerbebetrieb in Niederspannung mit 40.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch zahlt laut ene't 2027 im Schnitt 2.672,45 Euro Netzentgelt. 2026 waren es 2.715,26 Euro, ein Minus von 1,6 Prozent. Für Betriebe in Mittelspannung mit 400.000 Kilowattstunden steigt das Entgelt dagegen um 3,5 Prozent, je nach Leistung von 19.451,45 auf 20.124,29 Euro oder von 21.220,09 auf 21.956,08 Euro.
Die Übertragungsnetzbetreiber haben ihre Entgelte von 2,86 auf 3,54 Cent je Kilowattstunde angehoben. Dass die Verteilnetze für viele Kunden trotzdem günstiger werden, liegt laut ene't am Bundeszuschuss von 5,525 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds. Die Gasnetzentgelte steigen je nach Abnahmefall um 1,2 bis 1,4 Prozent.
Die Spanne zwischen den Regionen bleibt groß. Beim Haushaltskunden mit 4.000 Kilowattstunden reicht sie von 237,93 Euro bei Nord-Netz bis 432,60 Euro bei Westnetz. Ausgewertet hat ene't bisher zwölf Stromnetzbetreiber, die Abdeckung gibt der Anbieter mit 56,6 Prozent an.
Was das für Betriebe heißt
Wer in Niederspannung angeschlossen ist, kann für 2027 mit stabilen bis leicht sinkenden Netzkosten planen. Betriebe mit Mittelspannungsanschluss und großem Maschinenpark sollten das Preisblatt ihres örtlichen Netzbetreibers prüfen, sobald es veröffentlicht ist. Die Netzentgelte sind nur ein Teil des Strompreises; was der Versorger am Ende berechnet, steht erst mit den Preisanpassungen zum Jahreswechsel fest.
Quelle
- ene't Navigator: Netzentgelte 2027, Strom wird trotz höherer ÜNB-Entgelte größtenteils günstiger (8. Oktober 2026)enet-navigator.de/aktuelles/netzentgelte-2027-strom-wird-troTier 3
Laut Handwerksnation
„Die vorläufigen Stromnetzentgelte für 2027 sinken für kleine Gewerbekunden im Schnitt leicht. Ein Betrieb mit 40.000 Kilowattstunden in Niederspannung zahlt laut einer Auswertung des Datenanbieters ene't 1,6 Prozent weniger. Betriebe in Mittelspannung zahlen 3,5 Prozent mehr, Gas wird ebenfalls teurer.“
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