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Dittrich zur Herbstprojektion: Bessere Prognosen sind kein Grund zum Abwarten

Die Bundesregierung hebt in ihrer Herbstprojektion die Wachstumsprognose an, das Handwerk warnt vor falscher Entspannung. ZDH-Präsident Jörg Dittrich: Die besseren Zahlen verschafften der Koalition „keinen Spielraum für weiteres Abwarten“, die Reformarbeit sei nicht erledigt. Er kritisiert, dass wichtige Vorhaben erst für das Frühjahr 2027 angekündigt werden, und verlangt mehr steuerliche Entlastung im Einkommensteuerreformgesetz.

Von Carla Steinhauser, Redaktion Handwerksnation: Betriebe, Aufträge, Ausbildung, Nachfolge, Regeln, Köpfe des Handwerks

Dittrich zur Herbstprojektion: Bessere Prognosen sind kein Grund zum Abwarten
Symbolbild: Handwerksnation (KI-generiert)

Die Bundesregierung hat am 8. Oktober ihre Herbstprojektion vorgelegt und die Wachstumserwartung angehoben; am Abend zuvor hatte der Koalitionsausschuss getagt. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) reagiert kühl. „Auch wenn die besseren Wachstumsprognosen zunächst eine gute Nachricht sind, so sollte die Regierungskoalition daraus nicht den Schluss ziehen, dass damit bereits die Trendwende erreicht ist“, sagt ZDH-Präsident Jörg Dittrich.

Seine Kritik richtet sich auf den Zeitplan. „Statt voranzukommen, rückt die Umsetzung wichtiger Vorhaben immer weiter in die Ferne und wird nun für große Teile der Reformvorhaben erst für das Frühjahr kommenden Jahres in Aussicht gestellt.“ Gemeint sind die Reformen bei Sozialversicherungen, Bürokratie und Energiekosten, die das Handwerk seit Monaten anmahnt. „Die besseren Wachstumszahlen verschaffen der Regierungskoalition keinen Spielraum für weiteres Abwarten. Im Gegenteil: Die Reformarbeit ist nicht erledigt.“

Bereits am 7. Oktober, vor der ersten Lesung des Einkommensteuerreformgesetzes 2027 im Bundestag, hatte der ZDH gefordert, im Haushalt Prioritäten zu setzen, um eine größere steuerliche Entlastung zu finanzieren. Die meisten Handwerksbetriebe sind Personenunternehmen und zahlen Einkommensteuer, nicht Körperschaftsteuer; Entlastungen für Kapitalgesellschaften kommen bei ihnen nicht an.

Was das für Betriebe heißt

Für die Planung 2027 heißt das: nicht auf Entlastung bauen, die noch nicht beschlossen ist. Die Sozialabgaben steigen zum Jahreswechsel voraussichtlich weiter, die Stromsteuersenkung gilt nur für das produzierende Gewerbe, und die Einkommensteuerreform ist in der ersten Lesung. Betriebe sollten ihre Kalkulation auf den heutigen Rahmen stützen und Verbesserungen als Puffer behandeln. Wer seine Innung oder Kammer mit konkreten Zahlen zu Abgabenlast und Bürokratiestunden versorgt, stärkt die Position, die Dittrich jetzt in Berlin vertritt.

Quellen

Laut Handwerksnation

„Die Bundesregierung hebt in ihrer Herbstprojektion die Wachstumsprognose an, das Handwerk warnt vor falscher Entspannung. ZDH-Präsident Jörg Dittrich: Die besseren Zahlen verschafften der Koalition „keinen Spielraum für weiteres Abwarten“, die Reformarbeit sei nicht erledigt. Er kritisiert, dass wichtige Vorhaben erst für das Frühjahr 2027 angekündigt werden, und verlangt mehr steuerliche Entlastung im Einkommensteuerreformgesetz.“

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