Regeln & VergabeMeldung
Merz kündigt Stromsteuersenkung für alle an, unter Vorbehalt
Die Stromsteuersenkung für alle, die seit Januar nur dem produzierenden Gewerbe zugutekommt, könnte doch noch kommen. Bundeskanzler Friedrich Merz hat sie bei der CDU-Präsidiumsklausur am 12. Oktober angekündigt, allerdings mit Bedingung: Das Wachstum müsse sich „verfestigen und verstetigen“. Die Regierung erwartet 1,3 Prozent für 2026 und 1,1 Prozent für 2027. Das Handwerk hatte die Senkung für alle Betriebe gefordert.
Von Carla Steinhauser, Redaktion Handwerksnation: Betriebe, Aufträge, Ausbildung, Nachfolge, Regeln, Köpfe des Handwerks
Bundeskanzler Friedrich Merz hat am 12. Oktober 2026 bei der Präsidiumsklausur der CDU angekündigt, die Stromsteuer für alle auf das europäische Mindestmaß senken zu wollen. Die CDU werde sich in der Regierung dafür einsetzen, wie die Deutsche Handwerks Zeitung berichtet. Seit dem 1. Januar 2026 gilt die Senkung nur für das produzierende Gewerbe sowie Land- und Forstwirtschaft; Dienstleistungshandwerke und private Haushalte zahlen den vollen Satz.
Die Ankündigung ist an eine Bedingung geknüpft: Die Senkung solle kommen, „wenn sich das Wachstum verfestigt und verstetigt“. Grundlage ist die Herbstprojektion der Bundesregierung, die für 2026 nun 1,3 Prozent Wachstum erwartet statt 0,5 Prozent im Frühjahr und für 2027 1,1 Prozent. Ein Prozentpunkt zusätzliches Wachstum bedeute rund zehn Milliarden Euro höhere Steuereinnahmen, so die Rechnung des Kanzlers. Einen Zeitpunkt für die Senkung nannte er nicht.
Der Zentralverband des Deutschen Handwerks hatte die Entlastung für alle Betriebe seit dem Kabinettsbeschluss vom September 2025 verlangt und die Beschränkung auf das produzierende Gewerbe als „massiven Vertrauensbruch“ bezeichnet, weil der Koalitionsvertrag die Senkung für alle zugesagt hatte. ZDH-Präsident Jörg Dittrich hatte erst am 8. Oktober gewarnt, bessere Wachstumszahlen seien kein Grund, Reformen zu vertagen.
Was das für Betriebe heißt
Für Friseure, Gebäudereiniger, Kfz-Werkstätten und andere Betriebe außerhalb des produzierenden Gewerbes ist die Ankündigung ein Signal, keine Entlastung: Sie hängt an Wachstumszahlen, die erst Anfang 2027 feststehen, und an einem Gesetz, das noch nicht geschrieben ist. In die Kalkulation gehört sie deshalb nicht. Wer seine Stromkosten dokumentiert und über Innung oder Kammer meldet, liefert dem Verband die Zahlen, mit denen er die Bedingung des Kanzlers in den Haushaltsverhandlungen des Winters angreifen kann.
Quelle
- Deutsche Handwerks Zeitung: Merz kündigt Stromsteuer-Senkung an (12. Oktober 2026)deutsche-handwerks-zeitung.de/merz-kuendigt-stromsteuer-senkTier 3
Laut Handwerksnation
„Die Stromsteuersenkung für alle, die seit Januar nur dem produzierenden Gewerbe zugutekommt, könnte doch noch kommen. Bundeskanzler Friedrich Merz hat sie bei der CDU-Präsidiumsklausur am 12. Oktober angekündigt, allerdings mit Bedingung: Das Wachstum müsse sich „verfestigen und verstetigen“. Die Regierung erwartet 1,3 Prozent für 2026 und 1,1 Prozent für 2027. Das Handwerk hatte die Senkung für alle Betriebe gefordert.“
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